Wer ein Haus baut, kennt das Problem: Für Licht, Beschattung, Musik und Raumklima entstehen schnell ganze Reihen von Tastern. Mit Loxone geht es einfacher. Ein Touch ersetzt mehrere klassische Bedienelemente und folgt in den wichtigsten Räumen einem einheitlichen 5-Tastenstandard.
Das Ergebnis: weniger Schalter an der Wand, eine intuitive Bedienung und zusätzliche Messwerte für ein angenehmes Raumklima.
Der Loxone 5-Tastenstandard
Beim klassischen Loxone Touch werden die fünf Tastpunkte nach einem einheitlichen Bedienkonzept genutzt:
- Mitte: Licht und Lichtstimmungen
- Links: Beschattung
- Rechts: Musik beziehungsweise eine weitere Raumfunktion
Technisch sind andere Belegungen möglich. In der Planung empfehlen wir jedoch, konsequent beim Loxone Tastenstandard zu bleiben. So funktioniert die Bedienung in jedem Raum gleich – ohne Nachdenken und ohne Beschriftung.
Eine individuell gestaltete Bedienoberfläche ist beim Touch Pure Flex vorgesehen. Dort werden Funktionen, Symbole, Beschriftung und Layout passend zum jeweiligen Einsatz festgelegt.
Mehr als ein Taster: Sensoren für das Raumklima
Viele Touch-Varianten dienen gleichzeitig als Raumfühler. Das spart zusätzliche Sensoren an der Wand und sollte bereits bei der Elektro- und Heizungsplanung berücksichtigt werden.
- Touch: fünf Tastpunkte sowie Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Touch Pure: 5-Tastenstandard, Echtglasoberfläche sowie Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Touch Pure CO₂: zusätzlich Messung der CO₂-Konzentration
- Touch Pure Flex: individuell beschriftbar; je nach Ausführung mit Temperatur- und Feuchtefühler oder zusätzlich mit CO₂-Sensor
- Touch Pure Flex IP44: für geschützte Außenbereiche, mit Temperaturfühler
- Touch Pure Flex Battery: für die Nachrüstung, mit Temperatur- und Feuchtefühler
- Touch Pure Display: Bedienung von Licht, Beschattung, Audio und Raumklima; je nach Ausführung auch mit CO₂-Messung
Die CO₂-Messung ist besonders in Schlaf-, Kinder-, Wohn- und Arbeitsräumen interessant. Sie liefert eine wichtige Grundlage für die bedarfsgerechte Lüftung und eine gute Raumluft.
Die Sensorangaben entsprechen den offiziellen Loxone-Unterlagen zu Touch, Touch Pure, Touch Pure CO₂, Touch Pure Flex und Touch Pure Display.
Welcher Loxone Touch passt in welchen Raum?
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Wohn- und Essbereich
Hier ist ein Touch oder Touch Pure nach dem 5-Tastenstandard meist die beste Wahl. Bei zusätzlichen Funktionen oder sichtbaren Informationen kann ein Touch Pure Display sinnvoll sein. -
Schlafzimmer und Kinderzimmer
Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollten berücksichtigt werden. Eine Variante mit CO₂-Sensor ist empfehlenswert, wenn die Raumluftqualität überwacht und die Lüftung bedarfsgerecht gesteuert werden soll. -
Küche
Ein Touch eignet sich für Licht, Beschattung und Musik. Individuelle Sonderfunktionen können mit einem passend beschrifteten Touch Pure Flex übersichtlich dargestellt werden. -
Badezimmer
Temperatur und besonders Luftfeuchtigkeit sind für die Regelung von Heizung und Lüftung wertvoll. Der Montageort muss so gewählt werden, dass das Bedienelement vor Wasser geschützt ist. -
Büro
Für Licht, Beschattung, Temperatur und Musik genügt häufig der 5-Tastenstandard. In regelmäßig belegten Arbeitsräumen ist eine CO₂-Messung besonders sinnvoll. -
Eingang
Am Eingang können neben der Raumsteuerung auch Zentralfunktionen benötigt werden. Für individuell beschriftete Funktionen eignet sich der Touch Pure Flex. Der NFC Code Touch übernimmt Zutritt, Code- und NFC-Funktionen.

Braucht wirklich jeder Raum einen Touch?
Nein. Gute Gebäudeautomation bedeutet nicht, überall einen Taster zu montieren.
In Fluren, Treppenhäusern, Abstellräumen, Speisekammern oder Technikräumen reicht häufig eine automatische Lichtsteuerung über Präsenz, Bewegung oder Türkontakt. Ein Touch ist dort nur notwendig, wenn regelmäßig weitere Funktionen manuell bedient werden sollen.
In Wohnräumen, Schlafzimmern, Kinderzimmern, Büros und Bädern ist ein Touch dagegen meist sinnvoll – als intuitive Bedienmöglichkeit und gleichzeitig als Messstelle für das Raumklima.
Checkliste für Häuslbauer
Vor der Elektroplanung sollten folgende Punkte geklärt werden:
- Welche Räume benötigen tatsächlich eine manuelle Bedienung?
- Wo reicht eine automatische Lichtsteuerung?
- Wird der Loxone 5-Tastenstandard im gesamten Haus einheitlich umgesetzt?
- Wo werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfasst?
- In welchen Räumen ist eine CO₂-Messung sinnvoll?
- Wo wird eine individuell beschriftete Flex-Variante benötigt?
- Wo bietet ein Display einen echten Mehrwert?
- Sind Position und Montagehöhe für Bedienung und Raumklimamessung geeignet?
- Welche Ausführung und Farbe passt zur Einrichtung?
- Wird Tree verkabelt oder eine Air-Lösung zur Nachrüstung benötigt?
Fazit: Erst das Bedienkonzept, dann die Anzahl der Taster
Ein gut geplantes Loxone Smart Home kommt mit deutlich weniger Tastern aus. Der einheitliche 5-Tastenstandard sorgt für eine verständliche Bedienung, während integrierte Temperatur-, Feuchte- und CO₂-Sensoren wichtige Daten für das Raumklima liefern.
Unser Tipp für Häuslbauer: Nicht Raum für Raum einzelne Schalter planen, sondern zuerst ein durchgängiges Bedien- und Raumklimakonzept erstellen. So wird das Haus übersichtlicher, komfortabler und langfristig einfacher zu bedienen.

